Was die Klienten sagen…
Mit 10/11 haben mich Abbildungen von Jungen in Unterhosen in Katalogen interessiert. Es folgten bei mir die damals (noch in legalen FKK-Zeitschriften verfügbaren Bilder) und sexuelle Spielereien mit gleichaltrigen - wie es in der Pubertät (vielleicht) üblich ist.
Versuch, Beziehungen, und den ersten Sex zu Mädels aufzubauen, gab es schon damals immer - aber nicht wirklich mit Erfolg gekrönt. Aufgrund Gewalterfahrungen aus Elternhaus habe ich mich vielleicht mit Mädels immer schwergetan. Mein erster Sex mit einer Frau war mit 27 Jahren. Selbstbefriedigung, anhand nackter Jungen, war für mich Normalität. Ich war mit mir selbst zufrieden und wusste was ich brauchte. Über Internet war irgendwann immer alles verfügbar was ich brauchte zur Befriedigung. Es hat sich dann immer weiter gesteigert.
In 2015 bin ich dann das erste Mal in den Fokus der Strafverfolgungsbehörden wegen Kinderpornographie geraten und es gab eine Haussuchung bei mir. Nach dem Schock der Haussuchung und wer mir helfen kann, bin ich nach Suche im Internet auf einen sehr guten RA gestoßen. Aus dieser Anklage resultierte dann eine Verurteilung auf Bewährung mit Auflage in Gruppentherapie. Im Rückblick kann ich jetzt sagen, dass dies meinen Therapiebedarf nicht erfasst hat.
Es fand dann mein Rückfall statt. In 2020 gab es eine weitere Haussuchung - dadurch maximal aufgeschreckt - habe ich mich erneut an meinen RA gewandt. Die Scham, sich immer wieder vorzustellen bei Therapeuten und die Verzweiflung, immer wieder abgelehnt zu werden und dass einem hier nicht geholfen wird ist unendlich, und vielen Betroffenen wahrscheinlich wohl bekannt.
Der mit größte Glücksgriff in meinem Leben war dann, das mich Fr. Mathäus kontaktiert hatte - und durch den unmittelbaren Start der Therapie habe ich schon in den ersten Monaten der Therapie die Fortschritte und Änderungen in meinen Handlungen und Wesen erkannt.
Habe ich bis vor 15 Jahren noch gedacht, dass ich ja eine glückliche Kindheit hatte - obwohl ich von 7-16 Jahren wöchentlich Gewalt von meinen Eltern erfahren habe - so kann ich jetzt in der Therapie meine Vergangenheit aufarbeiten.
Danke, Danke, Danke
– Daniel, 57 Jahre, Konsument von Missbrauchsabbildungen
Kurz nachdem mein Sohn geboren wurde, fingen die pädophilen Zwangsgedanken an und beschäftigten mich jeden Tag von früh bis spät. Ich hatte große Angst, schämte mich und sah mich als Monster. Ich war gedanklich den ganzen Tag damit beschäftigt, mich zu beruhigen, mich zu vergewissern, dass ich nicht pädophil bin. Jeder Gedanke, jede Körperbewegung, jeder Blick, jede Regung, jedes Gefühl landete auf der Waagschale, die mal „ganz sicher nicht pädophil", häufig jedoch „eindeutig pädophil" anzeigte. Es war mir unbegreiflich, nie zuvor spielte das Thema Pädophilie in meinem Leben eine Rolle und plötzlich konnte ich nur noch darüber nachdenken. Das musste doch bedeuten, dass ich pädophil bin... Ich stellte mir zur Beruhigung ein Leben als Systemaussteiger und Einsiedler vor, als Notlösung winkte mir der Selbstmord. Doch ich konnte und wollte unmöglich meine Familie verlassen, wollte mein Leben nicht beenden. Es wechselten sich hartnäckige Kampfansagen an die Gedanken mit langen Phasen der tiefen Verzweiflung ab. Nach etwa zwei Monaten und täglichen Kämpfen war ich nervlich am Ende und brauchte dringend Hilfe. Durch Internetrecherche stieß ich auf die Website von Franziska Mathäus und bekam nach erster Kontaktaufnahme direkt ein Angebot für einen Online-Gesprächstermin.
Das erste und auch die folgenden Therapiegespräche mit Frau Mathäus halfen mir sehr dabei, meine pädophilen Zwangsgedanken als solche zu erkennen und zu akzeptieren und mich nicht als bösen Menschen zu verurteilen, obwohl mir das vor der Therapie unmöglich erschien. Frau Mathäus ging in den Sitzungen professionell und zielgerichtet vor: Wir sprachen neben meinen Zwangsgedanken auch über meine Kindheit und Jugend, meine Lebensziele, Wünsche, Ängste, meine Vorstellungen vom Vater-Sein, mein Selbstbild und meine Sexualität, wodurch mir nach und nach bewusst wurde, dass meine Zwangsgedanken mich mit einer meiner größten Ängste konfrontieren und nicht Ausdruck meines Willens und meiner sexuellen Orientierung sind.
In den Gesprächen nahm Frau Mathäus Rücksicht auf meine persönlichen und emotionalen Grenzen, übte keinen Druck auf mich aus und ließ mir Zeit und Raum, um über die Themen und Gedanken zu sprechen, die mir selbst auf der Seele brannten. Ihr Verständnis und ihre Offenheit haben es mir von Anfang an erleichtert, mich selbst zu öffnen und mich detailliert mit meinen Zwangsgedanken auseinanderzusetzen, ohne mich dabei in ihnen zu verlieren. Wann immer mich die Zwangsgedanken, Kontrollrituale oder die vermeintliche Gewissheit pädophil zu sein überwältigten, konnte ich mich auch außerhalb der Therapiesitzungen bei Frau Mathãus melden und mir Rat und Beruhigung einholen. Gerade das war für mich ein wichtiger Anker im Alltag, um nicht emotional und sozial unterzugehen. Frau Mathäus hat mir geholfen, den Weg zu einem unbeschwerten und glücklichen Alltag zurückzufinden, in dem noch immer Zwangsgedanken auftauchen, aber keine Macht mehr über meine Gefühle und mein Selbstbild besitzen. Dafür bin ich sehr dankbar!
– Andreas, 31 Jahre, Pädophile Zwangsgedanken